" Von Gefechten und anderen Gedichten"

102 Seiten ausgewählte Gedichte und Kurzgeschichten

Kammergeschichten ;...♠️✍️ , Druckreif

Phantasie, Poesie und Schelmerei

Texte und Bilder Sven Wolfgang Lips

Prolog :

“ Zur dunklen Truhe “

Am Mittag saß der Wirt zur dunklen Truhe
für sich am Tisch da ganz in Ruhe
Schon so lange war er in der Schenke
an manche Begebenheit er zurück da denke
Über vieles das ihn bracht zum Lachen
auch unbequeme Taten der Sachen
Welche ihn zu dem machten was er sei
und sich auf die seinen Gäste freu
So mancher war mal länger weg
weil er ein Abenteuer für sich entdeck
Doch man traff sich immer wieder
in der Gastwirtschaft der alten Lieder
Erzählte sich was ging im Leben
lernte sich zu befeinden und zu lieben
Der Wirt da dieses Glas noch putzt
unverblümt der erste Gast reinstutzt
Es war Ismael der alte Knabe
lang nicht mehr gesehn so manche Tage
Komm nur auf einen schönen Abend vorbei
weil das Leben mal sein Unternehmen sei
So werd ich gleich danach hier weiterziehn
doch ich wollt noch ein paar meiner Freunde sehn
Der Wirt und Ismael da Herz und Seele
man sich so manche Geschichte so erzähle
Und als wenn man da vom Teufel spricht
stand der Kapitän in Türes Licht
So hab ich es doch gleich gerochen
hier wird über mich gesprochen
Mit lautem Lachen sich begrüßen
die Umarmung für diesen Moment genießen
Ohne Trug und ohne Schein
weil sie für immer echte Freunde sein
Jeder erkannte hier die Seinen
so begannen sich bald viele zu vereinen
In der dunklen Truhe begann’s zu scheinen
war man hier nun bei den Seinen
Alles wie zu alten Tagen
so manches hatte man sich da zu sagen
So ging die Sonne am Abend nieder
lauschte und sang die alten Lieder
Doch auch Neue werden dort geschrieben
von Dingen welche sie antrieben
Ismael winkte zum Abschied seinen Freunden zu
weil er wieder eine Reise tu
Dem alten Kapitain noch mal in die Augen blickt
ein auf Wiedersehn so zugeschickt
Einmal ist jedes Lied für sich vorbei
doch singen kann man es immer neu


 

Zweite Geschichte aus der dunklen Truhe :

 

“ Des Katers Stiefel “

Der Kater zog die Stiefel an
und ging durch jene Stadt entlang
Da kam der Peter dieser Schwarze
auf der Backe da die grosse Warze
Dem Peter gefieln die Stiefel sehr
sag mir wo hast Du sie her
Schon manche Meile einfach mal damit gelaufen
sagt der Kater die kannst Du so nicht kaufen
Da macht der Peter große Augen
dann werd ich sie dem Kater rauben
So zog er diesen da zu sich herbei
bist Du auf ein Bier dabei
Lad Dich ein in die Schenke “ Zur dunklen Truhe “
mit dem Blick auf des Katers edlen Schuhe
Ja diese Kneipe da die kenn ich gut
hob dabei entzückt den Hut
So saßen sie da bei den Halunken
schon war das erste Bier getrunken
Komm Kater laß uns mit den Karten spielen
seine Blicke da wieder auf die Stiefel zielen
Der Kater winkt da diesen Schelm herbei
genannt wurd er der “ Joker “ nebenbei
Dieser gleich die Karten misch
und verteilt so diese auf dem Tisch
Nun ging das Spiel nun Zug um Zug
der schwarze Peter witterte den Betrug
Ihr Beide habt euch abgesprochen
ich hab den Braten gleich gerochen
Der Kater schaut den Joker an
ja mein Freund jetzt bist Du drann
Der Joker das Ass da aus dem Ärmel zieht
ohne das jemand etwas davon sieht
Pik Ass die Partie gewonnen
bevor der Peter damit richtig hat begonnen
Nun ärgert dieser sich dabei so schwarz
die Box spielt einen alten Song da aus den Charts
Die Spannung in der dunklen Truhe steigt
ein jeder in der Bude schweigt
Der Joker nun die Ruhe bricht
und spricht hier beinah wie vor Gericht
Schau ich hab das nach allen Regeln halt gewonnen
so gewonnen so zeronnen
Doch ich will mal nicht so sein
lad Dich zu einem weiteren Drinke ein
Die Spannung im Raum vorerst entladen
als sich die Beiden an die Bar begaben
Hör zu Joker ich sag Dir was
ich hab das schon gemerkt mit Deinem Ass
Doch Du kannst es wieder zu gute tun
und zeigte auf des Katers Stiefelschuhn
Der Joker da der hat verstanden
die zwei Halunken sich nun so verbanden
Doch bis sie einen Plan zusammen fanden
war der gestiefelte Kater schon längst aufgestanden
Mit großen Schritten aus der Schenke
zum Abschied den Beiden an der Bar noch winke
Der schwarze Peter denkt was solls
sei es so der Teufel hols
Das paar Stiefel von dem er geträumt
nun hatte er dafür einen Joker zum Freund




 

Dritte Geschichte aus der Dunklen Truhe :

 

“ Der Plan zur dunklen Truhe “

Die dunkle Truhe wieder offen
erneut den schwarzen Peter angetroffen
Setzt sich auf den Hocker an die Bar
wo er mal mit seinem Freund dem Joker war
Den Plan welchen sie damals geschmiedet
hat sich winkend von den Zwein verabschiedet
Als hätten sie an ein Treffen hier gedacht
kam der Joker herein und hat den Peter angelacht
Na mein Freund und genannter Haudegen
wollen wir zusammen da was bewegen
Der Joker denkt warum auch nicht
und lacht da in der dunklen Truhe Licht
Der schwarze Peter henkt mit ein
weil sie nun mal Freunde sein
Also Schwarzer laß mal hören
und Dich nicht in der Bewegung stören
Nun es gibt doch die Schenke “ Zur wilden Tatze “
der Peter bedacht die Warze auf seiner Backe kratze
Der Kater mit seinen Stiefeln ist heut dort
möchte mit dem Halunken gerne wechseln ein Wort
Denn ich will mir seine Stiefel holen
als wenn es mir der Teufel hät befohlen
Der Joker den Befehl verstanden
die Zwei mit diesem sich so verbanden
So zogen sie zur dunklen Truhe aus
dann weiter durch die Gassen in das nächste Haus
Kaum waren sie in der “ Wilden Tatze “ drinn
ward der gestiefelte Kater da auch schon gesehn
Der Peter wieder mit dem schwarzen Blick
diese auf des Katers Stiefel schick
Der mit den Stiefeln winkt dem Joker zu
weil sie sich schon lange kennen tu

Denn jene planten in der dunklen Truhe
wie man den mit der Warze da ausnehmen tue
Als hätte der Peter von dem Plan geahnt
es ihm auf einmal schwarze schwant
Denn aus der Begrüßung der Zwei konnt er sehn
die Halunken konnten sich schon länger verstehn
Da macht der Peter kehrt auf heißen Sohlen
euch Zwei soll doch der Teufel holen
Ging zurück in die dunkle Truhe
überdachte sich seinen Plan nochmal in Ruhe
Kam für sich zu dem Entscheid
ein alles kommt zu seiner Zeit
Laß Dich nicht auf’s Kreuze legen
wart nur Kater werd Deine Stiefel schon noch kriegen


 

Bis Dato gibt es 26 Geschichten aus der dunklen Truhe :

​“ Der Junge und sein Feuer “

Ein kleiner Junge saß am Feuer
träumte von neuen Abenteuer
Da nimmt er dieses brennende Stück
erzünde mir mein eigenes Glück
So zieht er mit der Fackel durch die Stadt
in der die Lichter leuchten matt
Kam an vor jenem Gebäude
eine Idee leuchtete vor Freude
Werde einen kleinen Brande setzen
und die Menschen aus dem Hause hetzen
Gedacht getan
das Flämmchen fing zu wachsen an
Die bequemen Egoisten
hockten zu Hause vor ihren Kisten
Doch dieser Geruch nach diesem Feuer
war ihnen weder lieb noch teuer
So rannten alle aus dem Hause
ihre Panik kannte keine Pause
Hysterie und Panikschreie
der Junge sich an ihnen freue
Denn jetzt kommt Bewegung in die Stadt
da das Feuer seine Wirkung tat
Das kleine Kind da war sehr klug
und hielt schon diesen Wasserkrug
Bevor die Bürger waren da vor Ort
der Junge war vor ihnen dort
So löschte er vor den Augen jener Zeugen
welche zu dem kleinen Jungen rüberäugen
Die Kunde machte schnell die Runde
vom Kleinen welche da die Stadt gerettet
Das war des kleinen Helden große Stunde
wurde mit Lobsagungen eingebettet
Nun wurde den Namen in der Stadt ganz klar
als man da so auf den Straßen war
Ein kleines Feuer kann vereinen
wenn es brennt da bei den Seinen
So riefen sie zum Feste auf
und setzten ein gezieltes Feuer auf
Alle standen mit Freude drumherum
der kleine Junge dachte für sich stumm
Wie er sich so zum Helden macht
und sich in sein kleines Fäustchen lacht
Man muß die Trägen nur erschrecken
damit sie sich so mal selbst erwecken
Nun saß der Junge wieder vor dem Feuer
mit den Leuten aus dem Stadtgemäuer
Sah den Funken erfreut beim Springen zu
und hörte da den Bürgern zu
Manchmal braucht es Feuer um zu erkennen
man kann das Kind beim Namen nennen
Das Kind wurd groß nach jenem Brand
so wurde es zum Feuerwehrkommandant



 

​“ Tagedieb “

Er ging in Keller um zu lachen
im Beutel die Beute neuer Sachen
So nahm der Tagedieb sich nun die Zeit
und nun das seine Gut vor sich ausbreit
In mancher seiner Stunden
war er mit jedem einzeln Ding verbunden
Welches da so vor ihm lag
jedes geraubt an seinem Tag
Viele dieser Dinge lagen ihm am Hezen
so feierte er sie beim Schein der Kerzen
Als diese war dar niedergebrannt
er wieder aus dem Keller hochgerannt
Auf auf zu neuem Tun
er hatte keine Lust sich auszuruhn
Der Tagedieb stellte sich die Frage
sei er nur der Nichtsnutz dieser Tage
Nein er wollte diesen Zeitraum nun mal nutzen
um sich elegant herauszuputzen
Denn der Auftritt den er da plante
ein keiner Einer etwas davon ahnte
So stahl er sich da unter die reichen Leute
und witterte weiter hinten schon seine Beute
Wortgewand und sehr galant
schlich er sich zu jenem Bild dort an der Wand
Ja dieses da wollt er nun mal für sich besitzen
um  es zu hängen zu seinen anderen Schätzen
Den Raum und Situation abgecheckt
sich insgeheim gefeit schon seinen Plan da ausgeheckt
Im Dunkeln wenn die Meute Leute war verzogen
wird er munkelnd schleichen über diesen Fensterbogen
Kaum hat er diese Strategie nun  für sich gewetzt
war sie auch schon in der Tat da umgesetzt
Da ging er wiederum zum Lachen in die Kammer
nahm sich den Nagel und den Hammer
Kurz im Handumdrehen da war es aufgehängt
es dem Tagesdieb in der Nacht nun seine Freude schenkt
So dachte er bei sich bald unverhohlen
wie gut hab ich dieses Bild gestohlen
Doch davon schreibt eine andere Begebenheit
eine lange Räubergeschichte seiner Zeit
Und was die Geschichte am Ende da genau erzählte
vom bekannten Bild das plötzlich fehlte
Am Ende ging’s dem Diebe nur um’s Lachen
um sich zu erfreun an den Dingen der geplanten Sachen



 

Handgebundene Unikate

“ Fünf vor Zwölf “

Kurz vor Zwölf begann es zu überlegen
was man verwandeln könnt im Leben
Sich im alten Trott bewegen
und sich neben den Sekundenzeiger legen
Oder sich auf’s Neue anregen
auf Grunde dieses Desetwegen
Dann fragt man sich wogegen
bewegt sich der Minutenzeiger seintetwegen
Lebhaft eine Runde nun dagen
beginnt sich die Stunde aufzuregen
Bisher hat das letzte Stündchen nicht geschlagen
noch nicht alle Zeiger aufeinanderlagen
Doch die letzten Minuten beginnen zu jagen
noch kurze Zeit sich zu hinterfragen
Ob’s nach der Stunde wohl so weiter geht
oder man sein änderndes Leben lebt
So hab ich mich kurz vor Zwölf entschieden
werde jede Sekunde davon lieben
War somit ein günstiges Entscheiden
dieses Ründchen wach zu bleiben
Denn noch lange ist noch nicht die Zeit
hat man sich der Sanduhr geweiht
Weil diese kann ich immer drehn
und ein Körnchen von der Offenheit sehn
Wie es einzeln durch den Kanale fällt
und in andern Zonen zählt
Nun denn so sei‘s passiert
daß man keine Zeit verliert
Denn jene ist Dir immer geblieben
egal wohin die Wege sich bewegen
Und wie man seinen Tage nutzt
sich dabei auch mal beschmutzt
Freu ich mich auf diese Geisterstunde
genau aus eben diesem Grunde
Kamen die Geister die ich rief
weil ich diese Stunde nicht verschlief
So genießen wir nun die Zeit
und drehn die Sanduhr nun erneut
Noch bevor diese da am Ende ist
geben wir ihr schon eine neue Frist
So kann man alles drehn und wenden
um im Kalender seine Zeit zu finden





 

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